säuertes Brot essen. Am ersten Tag soll für euch eine heilige Versammlung sein, keinerlei Dienst-

              arbeit dürft ihr tun. Und ihr sollt dem Herrn sieben Tage (lang) ein Feueropfer darbringen. Am siebten

              Tag ist eine heilige Versammlung, keinerlei Dienstarbeit dürft ihr tun.

 

              Ungesäuertes Brot ist Brot, das nicht durch Triebmittel einen Gärungsprozess durchlaufen hat und

              dadurch aufgebläht wurde. Die Durchsäuerung steht hier für Sünde. Warum also gleich nach dem

              14. Nisan dies Fest. Es soll uns verdeutlichen, dass wir nachdem Jesus unser Passahlamm für uns ge-

               storben ist, wir von unseren Sünden reingewaschen wurden, unser altes Leben in Sünde nicht wieder

               aufnehmen dürfen. Wie Paulus in der oben zitierten Korintherstelle deutlich gemacht hat, müssen wir

               jetzt ein reines Leben führen ohne die Bosheit und Schlechtigkeit des alten Lebens. Dies ist aller-

               dings noch nicht alles. Die oben zitierte Johannesstelle im Kapitel 6 in Verbindung mit 1. Korinther

               11, 27-29 bringt noch einen weiteren Aspekt hervor: Wer also unwürdig das Brot ißt oder den Kelch

               des Herrn trinkt, wird des Leibes und Blutes des Herrn schuldig sein. Der Mensch aber prüfe sich

               selbst, und so esse er von dem Brot und trinke von dem Kelch. Denn wer ißt und trinkt, ißt und trinkt

               sich selbst Gericht, wenn er den Leib (des Herrn) nicht (richtig) beurteilt.              

 

               Dies Fest der ungesäuerten Brote spiegelt auch den Leib Christi wieder. Wie Jesus gesagt hat, ist sein

               Leib das Brot des Lebens, die Quelle des Lebens. Passah und ungesäuerte Brote gehören unzertrenn-

               lich zusammen. Beide beziehen sich auf und symbolisieren Christus. Somit sind sie zutiefst christ-

               liche Festtage. Die Frage nach der Häufigkeit der Einnahme des Herrenmahls beantwortet sich da-

               durch auch von alleine. Sie geschieht zum Gedächtnis am 14. Nisan, an dem Tag, an dem Christus es

               eingeführt hat.

 

               Mitten in das Fest der ungesäuerten Brote fällt noch ein anderer wichtiger Tag. In 3. Mose 23, 10-11

               heißt es: Rede zu den Söhnen Israel und sage zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, daß ich euch

               gebe, und ihr seine Ernte erntet, dann sollt ihr eine Garbe der Erstlinge eurer Ernte zum Priester

               bringen. Und er soll die Garbe vor dem Herrn schwingen zum Wohlgefallen für euch, am andern Tag

               nach dem Sabbat soll der Priester sie schwingen.

 

               Genannt wird dieser fast unbekannte Tag Fest der Erstlingsfrüchte. Auch dieser Tag hat sehr viel mit

               Jesus zu tun. Er steht in unmittelbarer Verbindung mit seiner Auferstehung. In dieser Frühjahrszeit

               war die Gerste reif aber sie durfte nicht geerntet werden bevor nicht eine Garbe als Dankopfer

               im Tempel Gottes dargebracht wurde. Dazu ging der Priester am Ende des wöchentlichen Sabbats zu ei-

               nem nahegelegenen Gerstenfeld und schnitt eine Garbe ab. Möglicherweise war dieser Moment derje-

               nige, wo Jesus auferstanden ist. Die Garbe wurde die Nacht über vorbereitet und frühmorgens Gott als

               Dankopfer dargebracht. Es war die erste Frucht der Erstlingsfrüchte.

 

               1. Korinther 15, 20-23: Nun aber ist Christus aus den Toten auferweckt, der Erstling der Entschlafenen,

               denn da ja durch einen Menschen der Tod (kam), so auch durch einen Menschen die Auferstehung der

               Toten. Denn wie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden. Jeder

               aber in seiner eigenen Ordnung: der Erstling Christus, sodann die, welche Christus gehören bei seiner

               Ankunft.

 

               Jesus wird hier klar als Erstlingsfrucht gesehen. Johannes 20, 16-17: Jesus sprach zu ihr: Maria! Sie

               wendet sich um und spricht zu ihm auf hebräisch: Rabbuni! das heißt Lehrer. Jesus spricht zu ihr: Rühre

               mich nicht an, denn ich bin noch nicht aufgefahren zum Vater. Geh aber hin zu meinen Brüdern und

               sprich zu ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater und zu meinem Gott und eurem Gott.

 

               Dies geschah zu dem Zeitpunkt als der Priester im Tempel das Dankopfer darbrachte. Auch hier zeigt

               sich deutlich, dass das Fest der Erstlingsfrüchte zutiefst mit Christus verbunden ist und es sich um ein

               christliches Fest handelt. Jesus musste sich erst seinem Vater zeigen, danach kam er wieder und seine

               Jünger durften ihn berühren. Jesus ist die Erstlingsfrucht. 

 

 

               Hausgemeindetreff

               Hans-Erwin Schotten

   

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