haben, der durch die Himmel gegangen ist, Jesus, den Sohn Gottes, so laßt uns das Bekenntnis fest-

              halten! Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht Mitleid haben könnte mit unseren 

              Schwachheiten, sondern der in allem in gleicher Weise (wie wir) versucht worden ist, (doch) ohne

              Sünde.           

 

              Er kann nachfühlen, was wir mitmachen. Wenn Freunde uns verraten wie Judas ihn; wenn Freunde

              einem in Stich lassen wenn es schwierig wird wie die anderen elf Jünger; wenn man einsam und

              alleine eine schreckliche Zeit durchstehen muss; wenn andere über einen Lügen verbreiten und  Ruf-

              mord begehen.

 

              Der 14. Nisan ist ein bedeutungsvoller Tag. Hat die Urgemeinde weiterhin an diesem Tag und am

              Passah festgehalten? Der Apostel Paulus kann uns hier Auskunft geben. Er schrieb 25 Jahre nach

              diesen Ereignis einen Brief an die Gemeinde in Korinth, die hauptsächlich aus Nichtjuden bestand.

              Im Kapitel 5, 6-8 heißt es nach Schlachter zitiert: Euer Rühmen ist nicht fein! Wisset ihr nicht, dass

              ein wenig Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert. Feget den alten Sauerteig aus, damit ihr ein neuer

              Teig seid, gleichwie ihr ja ungesäuert seid! Denn auch für uns ist ein Passahlamm geschlachtet wor-

              den: Christus. So wollen wir denn nicht mit altem Sauerteig Fest feiern, auch nicht mit Sauerteig der

              Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit ungesäuerten Brot der Lauterkeit und Wahrheit.

 

              Paulus hat diesen Brief um die Gegend des Passah geschrieben. Die von ihm gebrauchten Wörter wie

              Sauerteig, Passah und ungesäuert lassen schon klar darauf schließen, dass er an das Passah und die

              sich sofort anschließenden Tage der ungesäuerten Brote dachte. Paulus geht hier mit Selbstverständ-

              lichkeit davon aus, dass die nichtjüdischen Christen mit den jüdischen zusammen das Passah feiern.

              Auch wenn einige moderne Kommentare diese Passage einfach übergehen oder eine ausweichende

              Interpretation an den Tag legen, so ist die Wortwahl von Paulus eindeutig und würde ohne Kenntnis

              der Festtage Gottes keinen Sinn ergeben. So wie ältere Kommentare eindeutig feststellen, muss der

              Schluß gezogen werden, dass die frühen Christen die Festtage Gottes gehalten haben. Lukas gibt uns

              dazu auch noch einen Hinweis in Apostelgeschichte 20, 6: ... wir aber segelten nach den Tagen der

              ungesäuerten Brote von Philippi ab ... Dieser Hinweis ergibt keinen Sinn, wenn die Leser mit diesen

              Tagen nichts mehr anfangen konnten, und Lukas schreibt nicht für Juden, sondern für Römer und

              Griechen.

 

              Noch über das vierte Jahrhundert hinaus wurde der 14. Nisan im Osten des römischen Reiches als 

              Festtag gehalten. Auf dem Konzil von Nizäa 325 n. Chr. wurde das Thema des Passahs angesprochen

              und ist uns bekannt als Quartodezimanerstreit. In dieser Auseinandersetzung ging es nicht um das ob

              des Festes, sondern wann es gehalten werden sollte. Viele Gemeinden hatten sich zu diesem Zeit-

              punkt vom 14. Nisan gelöst, weil sie sich vom jüdischen Hintergrund lösen wollten. Wann immer die

              Juden mit dem römischen Staat Schwierigkeiten bekamen und eine Verfolgung drohte, waren die

              Christen auch betroffen. Diesem Problem wollte man aus dem Weg gehen durch eine Verlegung des

              Passah auf einen Tag, der nach dem gebräuchlichen Kalender immer auf den gleichen Tag des Jahres

              fiel. In dem Synodalbrief dieses Konzils heißt es: “ Wohl aber möchten wir euch noch die gute Nach-

              richt weitergeben, dass dank eurer Gebete die Übereinstimmung hinsichtlich (der Begehung) des

              Osterfestes nunmehr wieder hergestellt worden ist. Alle Brüder im Orient, die das Fest bisher gleich-

              zeitig mit den Juden (sc. am jüdischen Passa, dem 14. Nisan, daher ihr Name “Quartodezimaner”) ge-

              feiert haben, werden es von nun an zusammen mit den Römern, mit euch und uns allen begehen, die

              wir mit euch seit alters am (rechten) Ostern festgehalten haben”, zitiert nach Ritter, Alte Kirche,

              S. 136. Unglücklicherweise hat der Übersetzer hier Ostern gewählt, obwohl im Original der Begriff      

              für Passah steht. Bei diesem Streit geht es also nicht um die Abschaffung des Passah, sondern es

              handelt sich um einen Kalenderstreit. Der Tag wurde verlegt aber das Fest noch weiterhin begangen.

              Obwohl Luther auch Ostern in seine Übersetzung hineinbrachte, handelt es sich immer um Passah.

              Ostern ist als Fest in der Bibel überhaupt nicht erwähnt.

 

              Direkt anschließend an das Passah folgt ein weiteres Fest. In 3. Mose 23, 6-8 heißt es: Am fünfzehn-

              ten Tag dieses Monats ist das Fest der ungesäuerten Brote dem Herrn, sieben Tage sollt ihr unge-           

   

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