was der Pharao dem Volk antat zu befreien. Da der Pharao das Volk nicht ziehen liess, schickte Gott

               den Ägyptern durch Mose Plagen. Jede einzelne war ein Schlag gegen die ägyptischen Götter, die

               erste allerdings auch eine massive Warnung wegen des Säuglingmordes. Sämtliches trinkbare Wasser

               wurde in Blut verwandelt, um den Ägyptern klar zu machen, wieviel unschuldiges Blut sie vergossen

               hatten. Die letzte Plage sollte sich gegen die Erstgeburt in Ägypten richten. Vom Erstgeborenen des

               Pharao angefangen. Um die Israeliten vor dieser Strafe zu schützen, ordnete Gott das Passah an, wie

               es ausführlich in 2. Mose 12 beschrieben wird. Die Israeliten sollten sich für jeden Haushalt am

               10. Nisan ein fehlerloses einjähriges Lamm aussuchen und bis zum 14. Nisan im Haus behalten. Am

               14. mussten sie es schlachten und die Türpfosten und Oberschwelle mit dem Blut des Lammes be-

               streichen. In Bezug auf das Blut und das Lamm im allgemeinen ist hier schon ein Hinweis auf

               Christus gegeben. Während der Todesengel durch Ägypten zog und die Erstgeborenen schlug, saßen

               die Israeliten in ihren Häusern beschützt, aßen das gebratene Lammfleisch, dazu ungesäuertes Brot

               (ohne Hefe und Sauerteig) und bittere Kräuter. Nachdem alles beendet war, verließen sie auf Ge-

               heiß des Pharaos Ägypten in Richtung Sinai. Was hier geschah, kann man mit einem Wort umschrei-

               ben: “Erlösung”. Gott befreite ein ganzes Volk aus einer entsetzlichen und brutalen Sklaverei und

               führte sie in die Freiheit. Auch hier ist wieder ein Hinweis auf Jesus gegeben. Allerdings führte Gott

               sie nicht in eine chaotische Freiheit ohne Ziel und Weisung. Freiheit geht mit Verantwortung einher

               und ohne Verantwortung gibt es keine Freiheit. Auf dem Sinai gab Gott ihnen dann die Grundregeln

               für ein freiheitliches Leben, das nicht wieder in der Sklaverei enden sollte. Gott beschreibt sein Handeln

               an Israel durch den Propheten Hosea 11, 1-4 folgendermaßen: Als Israel jung war, gewann ich es lieb,

               und aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen. Sooft ich sie rief, gingen sie von meinem Angesicht

               weg. Den Baalim opferten sie, und den Gottesbildern brachten sie Rauchopfer dar. Und ich lehrte

               Ephraim laufen - ich nahm sie (immer wieder) auf meine Arme -, aber sie erkannten nicht, dass ich sie

               heilte. Mit menschlichen Tauen zog ich sie, mit Seilen der Liebe, und ich war ihnen wie solche, die das

               Joch auf ihren Kinnbacken anheben, und sanft zu ihm gab ich (ihm) zu essen.

 

               In dieser Erlösung zeigte Gott aber auch, dass sie nicht ohne Opfer und Blutvergiessen zu haben ist.

               Dazu musste jeder Haushalt ein Lamm schlachten und die Türpfosten und Oberschwelle mit diesem

               Blut bestreichen. Jahr für Jahr sollten sich die Israeliten an das Ereignis erinnern und am 14. Nisan ein

               Lamm schlachten bis ein anderes Lamm kam, das schon von Jesaja vorhergesagt wurde. Kapitel 53, 7:

               Er wurde misshandelt aber er beugte sich und tat seinen Mund nicht auf wie das Lamm, das zur

               Schlachtung geführt wird und wie ein Schaf, das stumm ist vor seinen Scherern; und er tat seinen Mund

               nicht auf.

 

               Schon weit vor dem Erscheinen Jesu, gab Gott in seinem Wort einen klaren Hinweis auf das Erscheinen

               eines entscheidenden Lammes.

 

               Johannes der Täufer, der kurz bevor Jesus mit seiner Botschaft in die Öffentlichkeit trat, als Rufer in

               der Wüste auftrat, um den Weg für Jesus zu bereiten, sagte über ihn, als er bei ihm am Jordan erschien

               Johannes 1, 29: Am folgenden Tag sieht er Jesus zu sich kommen und spricht: Siehe, das Lamm Gottes,

               das die Sünde der Welt wegnimmt.

 

               In dieser Aussage macht Johannes eine wichtige Erweiterung. War das Lamm bisher für das Volk Israel

               und zur Zeit Jesus für die Juden von Wichtigkeit, kommt hier ein Lamm, das die nationalen Grenzen

               sprengt. Dieses Lamm kam nicht nur, um die Sünden seines Volkes wegzunehmen, sondern die der

               ganzen Welt. Wie schon in 1. Mose 22 angedeutet, hatte Gott vor, seinen Sohn für die Sünden der Welt

               zu geben. Jesus war als Lamm schon von Anfang an vorgesehen. 1. Petrus 1, 19-20: ... sondern mit dem

               kostbaren Blut Christi als eines Lammes ohne Fehler und ohne Flecken. Er ist zwar im voraus vor

               Grundlegung der Welt erkannt, aber am Ende der Zeiten geoffenbart worden um euretwillen.

              

               Gott hat bei Einsetzung des Passah den ersten Schritt seines Erlösungsplanes geoffenbart. Das hebrä-

               ische Wort für Passah bedeutet übergehen oder vorübergehen. So ging Gott an den Häusern der

               Iraeliten in Ägypten vorüber und sie blieben am Leben. Es musste also ein Lamm kommen, das die

               Sünden der Welt wegnahm, die Menschheit aus der Sklaverei der Sünde befreite, ihnen den Weg in

   

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