Wenn das Gesetz die Stelle Gottes einnimmt.

                                                   Gedanken zu Johannes 9

                                                       von Hans-Erwin Schotten

                         

                    Jesus heilte einen Blinden, der noch nie Gottes Schöpfung sehen konnte. Seine Nachbarn und

                    Bekannten waren erstaunt bis fassungslos.  Vers 9  Einige sagten: Er ist es; andere sagten,:

                    Nein, sondern er ist ihm ähnlich; er sagte: ich bin’s.

 

                    Nachdem seine Identität geklärt ist, wollten sie natürlich wissen, wie dies geschehen war. Vers 10

                    Er antwortete: Der Mensch, der Jesus heisst, bereitete einen Teig und salbte meine Augen und

                    sprach zu mir: Geh hin nach Siloa und wasche dich. Als ich aber hinging und mich wusch, wurde

                    ich sehend.

 

                    Kein Wort darüber, daß dieser Mann Glauben hatte oder dass er Jesus kannte; auch kein Wort

                    darüber, dass sich seine Nachbarn und Bekannten freuten. Sie hätten doch allen Grund gehabt,

                    Gott zu loben und zu preisen. Anstatt so zu reagieren, schleppten sie ihn zu den Pharisäern.

                    Warum reagierten sie so? Die Antwort gibt uns Vers 14: Es war aber Sabbat, als Jesus den Teig

                    bereitete und seine Augen auftat.

 

                    Hier liegt der Kern des Problems. Heilen ist Arbeit. Am Sabbat ist aber keine Arbeit erlaubt:

                    Vers 16  Da sprachen einige von den Pharisäern: Dieser Mensch (Jesus) ist nicht von Gott,

                    denn er hält den Sabbat nicht.

 

                    Wie kamen die Pharisäer zu diesem seltsamen Schluss? Aufschluss gibt uns 2. Mose 20,10 ...           

                    aber der siebte Tag ist Sabbat für den Herrn, deinen Gott. Du sollst (an ihm) keinerlei Arbeit tun...

                    Was aber ist Arbeit? Was darf man am Sabbat tragen? Ist eine Bibel schon zu schwer? Wie weit

                    darf man an diesem Tag gehen? Sind 500 m schon Arbeit? Wieviel Kraft und Energie darf man in

                    Essensvorbereitungen stecken? Ist ein Sauerbraten zu viel Arbeit? Was machen wir, um sicher

                    zu gehen? Menschliche Schlussfolgerung: Wir umgeben den Sabbat mit Regeln und Vorschriften

                    und wenn diese Lücken aufweisen, dann schließen wir sie mit neuen Regeln und Vorschriften

                    und so packen wir immer mehr oben drauf bis sich zuletzt kaum noch jemand in dem Wust von

                    Regeln und Vorschriften auskennt. So hatten die Pharisäer den Sabbat regelrecht eingezäunt.

                    Selbstverständlich gehörte auch das Heilen zu den verbotenen Tätigkeiten. Die Weisung Gottes,

                    die wir unglücklicherweise mit Gesetz wiedergeben, wurde ein Objekt der Beachtung in sich

                    selbst. Die Weisung sollte auf Gott und auf das Verhalten zum Mitmenschen hindeuten aber kein

                    von Gott losgelöstes Objekt werden, dem man Verehrung entgegenbringt. So wird das Gesetz

                    zu einem Götzen. Nicht dem Gesetz sollte gedient werden, sondern es sollte richtungsweisend

                    sein.

 

                    Römer 10, 2-3 Denn ich gebe ihnen Zeugnis, daß sie Eifer für Gott haben, aber nicht mit

                    (rechter) Erkenntnis. Denn da sie Gottes Gerechtigkeit nicht erkannten und ihre eigene aufzu-

                    richten trachteten, haben sie sich der Gerechtigkeit Gottes nicht unterworfen.

 

                    Sie haben versucht die Gerechtigkeit durch ihre vielen Regeln und Vorschriften zu erreichen.

                    Sicherlich ist Heilen ein gutes Werk aber nach Meinung der Pharisäer nicht geeignet für den

                    Sabbat. Menschen etwas Gutes zu geben ist aber Gottes Absicht. So haben also die Pharisäer

                    durch ihre vielen Regeln und Vorschriften Gottes Absicht genau entgegen gewirkt. In Lukas

                    13, 15 macht Jesus klar, dass, wenn man an einem Sabbat einen Ochsen zur Tränke führen auch

                    einen Menschen von Leiden befreien kann. Wenn Jesus das Gesetz brach, dann waren es die

                    vielen Regeln und Vorschriften mit denen Menschen die Weisungen Gottes umgeben hatten. An

                    diese Auflagen und falschen Einzäunungen hat Jesus sich nicht gehalten. Nochmals Johannes 

                    9,16. Wo im Alten Testament gibt es ein Verbot der Heilung am Sabbat? Nirgendwo im Alten

                    Testament. Was Jesus brach, waren menschliche Gesetze, die Gottes Absicht entgegenstanden.

                    Markus 2, 23-24  Und es geschah, dass er am Sabbat durch die Saaten ging: und seine Jünger

                    fingen an, im Gehen die Ähren abzupflücken. Und die Pharisäer sagten zu ihm: Sieh, was tun sie

                    am Sabbat, das nicht erlaubt ist?

 

                    Wiederum: wo steht das geschrieben? Nirgendwo im Alten Testament.  Vers 25 - 26 Und er

                    sprach zu ihnen: Habt ihr nie gelesen, was David tat, als er Mangel hatte, und als ihn und die bei                               

Sabbat-Hausgemeinden - Online-Portal - ArtikelSabbat-Hausgemeinden - Online-Portal - Lieder - mp3Sabbat-Hausgemeinden - Online-Portal - AktuellesSabbat-Hausgemeinden - Online-Portal - BroschürenHGT-Evangeliumsdienst f. Sabbat-Hausgemeinden - Online-Portal - SitemapSabbat-Hausgemeinden - Online-Portal - ForumSabbat-Hausgemeinden - Online-Portal - Audio's - mp3Textfeld: Hausgemeindetreff  -  Einmütig beieinander
Christliches Online-Portal für Sabbat-Hausgemeinden
Aquarell v. Magdalena Schotten - Häuserzeile

   

   Home   Artikel   Broschüren   Predigt mp3s   Lieder mp3s   Bildergalerie   Kontakt   HGT-Gruppe   Neue Website

  

Hausgemeindetreff - Evangeliumsdienst, Hans-Erwin & Magdalena Schotten, E-Mail: hausgemeindetreff@t-online.de