Die biblischen Festtage

                                                                     von Hans-Erwin Schotten

 

                     Eine Vorbemerkung

                     Wir alle feiern Feste. Manche davon gerne und mit vollem Eifer, manche nutzen wir in einem

                     anderen Sinn als ursprünglich beabsichtigt und bei manchen sind wir anwesend aber nicht mit

                     dem Herzen dabei. Hier geht es darum, biblische Feste und ihre reiche christliche Symbolik

                     vorzustellen und der Frage nachzugehen, ob wir nicht diese Feste halten sollten, da sie viel

                     über Gottes Plan mit uns Menschen offenbaren.

 

                     Zuvor einige Anmerkungen zu Bibelstellen, die manche benutzen, um sich gegen ein Halten

                     dieser Feste auszusprechen.

                     Da wäre Galater 4, 8-11 Damals jedoch als ihr Gott nicht kanntet, dientet ihr denen, die von

                     Natur nicht Götter sind, jetzt aber habt ihr Gott erkannt - vielmehr ihr seid von Gott erkannt

                     worden. Wie wendet ihr euch wieder zu den schwachen und armseligen Elementen zurück,

                     denen ihr wieder von neuem dienen wollt? Ihr beobachtet Tage und Monate und bestimmte

                     Zeiten und Jahre. Ich fürchte um euch, ob ich nicht etwa vergeblich an euch gearbeitet habe.

 

                     Die Gruppe von Menschen, an die Paulus sich hier wendet, waren Römer, Griechen und andere,

                     also keine Juden, da er hier von einem Zurückgehen zu schwachen und armseligen Elementen

                     spricht. Dies träfe nicht auf Juden zu. Die von Paulus Angesprochenen kannten Gott noch nicht,

                     etwas, dass man über Juden nicht sagen konnte. Weiterhin dienten sie falschen Göttern aber

                     durch die Aktivitäten von Paulus und anderen Christen lernten sie Schritt für Schritt Gott kennen

                     und waren nun im Begriff wieder zu Praktiken zurückzukehren, die mit ihren alten Göttern in

                     Zusammenhang standen. Zweimal gebraucht Paulus das Wort wieder um zu dokumentieren, dass

                     es sich um eine Rückkehr zu alten Gewohnheiten handelte. Wie würde sich diese Rückkehr

                     äußerlich darstellen? “Ihr beobachtet Tage und Monate und bestimmte Zeiten und Jahre”. 

                     Paulus beschreibt hier ihre Praktiken als sie Gott noch nicht kannten.

                     Eine zweite Stelle befindet sich im Römerbrief, Kapitel 14, 5-6 Der eine hält einen Tag vor dem

                     anderen, der andere aber hält jeden Tag (gleich). Jeder aber sei in seinem eigenen Sinn völlig

                     überzeugt. Wer den Tag achtet, achtet ihn dem Herrn. Und wer isst, isst dem Herrn, denn er sagt

                     Gott Dank: und wer nicht isst, isst dem Herrn nicht und danksagt Gott.

                     Hier handelt es sich nicht um die biblischen Feste, sondern hier werden Tage angesprochen,

                     die jemand aus Gründen für besondere Tage hielt, weil sie in seiner Vergangenheit einmal sehr

                     wichtig waren und von denen die Person noch nicht loslassen konnte. Paulus bezeichnet sie

                     als die Schwachen im Glauben. Das konnten Juden sein, die beispielsweise  immer noch Opfer

                     darbrachten, die nicht mehr notwendig waren oder Römer und Griechen, die noch eine bestimmte

                     Askese für notwendig hielten.

 

                     Während Paulus die Römer ermahnt, die Schwachen nicht zu richten, ermahnt er die Kolosser,

                     sich nicht richten zu lassen.

                      Kapitel 2,16 So richte euch nun niemand wegen Speise oder Trank oder betreffs eines Festes

                     oder Neumondes oder Sabbats.

                     Asketisches Verhalten war “in” unter den Griechen und manchen jüdischen Gruppierungen. Wie

                     auch andere heidnische Philosophien, so fanden auch diese Vorstellungen ihren Weg in die

                     christliche Gemeinschaft. Das ist der Hintergrund von Römer 14 und Kolosser 2. Paulus Er-

                     mahnung hat mit Richten und Parteibildung zu tun, nicht mit dem Halten von Festtagen an sich.

                     Er ermahnte nur Christen, die sich gegenseitig richteten, wo sie es nicht sollten.

 

                     Dass Feste gefeiert wurden, geht aus anderen Schriftstellen hervor. Nur einige seien hier genannt.

                     Apostelgeschichte 18,21 ... sondern nahm Abschied von ihnen, in dem er sprach: Ich muss

                     durchaus das bevorstehende Fest in Jerusalem feiern, ich werde aber wieder zu euch zurück-

                     kehren, so Gott will. Und er fuhr ab von Ephesus.

                     Wie Paulus hielt auch Jesus die biblischen Feste, wie hier das Passah: Johannes 2,23. Als er

                     aber zu Jerusalem war, am Passah, auf dem Fest, glaubten viele an seinen Namen, als sie seine

                     Zeichen sahen, die er tat.

                     Weihnachten und Ostern befinden sich allerdings nicht unter diesen Festtagen.

 

                 Hausgemeindetreff

                     Hans-Erwin Schotten

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