Die Versuchung

                                                                       von Hans-Erwin Schotten

                      Matthäus 4, 1-11

                      Jesus war in der Wüste und hatte vierzig Tage gefastet. Leicht vorstellbar, dass er hungrig

                      war. Schon sah der Teufel seine Chance gekommen, Jesus zu Worten und Taten zu verleiten,

                      die gegen den Willen seines Vaters gewesen wären.

                      Der Teufel sagte zu Jesus: Vers 3 Wenn du Gottes Sohn bist, so sprich, dass diese Steine

                      Brot werden. Am Ende der Versuchung dienen Engel unserem Herrn. Der Teufel kommt

                      kaltschnäuzig und gefühllos daher und nutzt die Situation schamlos aus, kein Gedanke an

                      dienen. Jesu Antwort: Vers 4 Es steht geschrieben: “Nicht von Brot allein soll der Mensch

                      leben, sondern von jedem Wort, das durch den Mund Gottes ausgeht.” Seine Antwort ist kurz

                      und bündig.

                      1) Er liess sich auf keine Diskussion mit dem Teufel ein.

                      2) Er zog nicht die Traditionen oder die mündlichen Überlieferungen seines Volkes zu

                          Rate.

                      Er wandte sich eindeutig an etwas Geschriebenes. Was zu seiner Zeit in schriftlicher Form vor-

                      lag, war das Alte Testament. Keine Erwähnung des Alten oder Neuen Bundes, keine Unter-

                      scheidung zwischen älteren oder jüngeren Schriften des Alten Testaments. Jesus sagte auch

                      nicht, dass nur seine Landsleute - Juden wie er - diesem geschriebenen Wort verpflichtet seien.

                      Alle Menschen sollten danach leben und das schließt das Alte Testament mit ein.

 

                      Für die weiteren Betrachtungen der Reden und Dialoge Jesu ist die Konzentration auf das

                      geschriebene Wort sehr wichtig. Jesus kam beständig in Konflikt mit denjenigen unter seinen

                      Landsleuten, die zusätzlich die über Jahrhunderte hinweg entwickelten mündlichen Traditionen

                      für bindend hielten.

 

                      Der Teufel gab nicht so schnell auf. Er dachte sich, du zitierst das Alte Testament, das kann

                      ich auch. Als Jesus auf der Zinne des Tempels stand, sagte er zu ihm: Vers 6 Wenn du Gottes

                      Sohn bist, so wirf dich hinab; denn es steht geschrieben: “Er wird seine Engel über dich be- 

                      fehlen, und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du nicht etwa deinen Fuß an einen

                      Stein stösst.”

                      Auch hier wirft der Teufel wieder Zweifel auf. Sinngemäss sagte er: Lass uns doch mal sehen,

                      ob du wirklich Gottes Sohn bist. Wenn deine Behauptung stimmt, dann kannst du dir Brot

                      aus den Steinen machen und wenn du dich hier runterfallen lässt, geschieht dir nichts. Also

                      zeig, dass du Gottes Sohn bist.

 

                      Jesu Antwort: Vers 7 Wiederum steht geschrieben: “Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht

                      versuchen.”

                      Jesus sagt uns hier: wir brauchen nicht Gott zu testen, um zu sehen, ob er da ist und für uns

                      einspringt. Wir haben sein geschriebenes Wort; nach dem sollten wir leben. Praktizieren wir

                      das, können wir zwischen Gut und Böse unterscheiden und treffen die richtige Wahl?

                      Der Teufel gibt auch diesmal nicht so schnell auf. Er hatte noch ein lukratives Angebot zu ma-

                      chen. Jesus stand auf einem hohen Berg und der Teufel zeigte ihm alle Reiche der Welt und 

                      sagte: Vers 9 Dies alles will ich dir geben, wenn du niederfallen und mich anbeten willst.

                      In Vers 10 gibt Jesus ihm folgende Antwort: Geh hinweg, Satan! Denn es steht geschrieben:

                      “Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen.” Satan wollte Jesus zur

                      Abgötterei verführen. Macht und Glanz in Satans System sollten ihm wichtiger sein als Gott zu

                      dienen.

 

                      In allen drei Fällen hat Jesus sich an das Alte Testament gewandt. Er benutzte es zu seiner

                      Verteidigung. Er konnte aufgrund des Alten Testaments zwichen Gut und Böse unterscheiden.

                      Die Wahl zwischen Richtig und Falsch ist nicht so schwer, wenn man Gott und seinem Wort

                      vertraut.  

                    

                      Hausgemeindetreff

                      Hans-Erwin Schotten     

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