standhaft festhalten. Wenn gesagt wird: “Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet eure Herzen nicht wie in der Erbitterung”, welche haben denn gehört und sich aufgelehnt? (Waren es) denn nicht alle, die durch Mose von Ägypten ausgezogen waren?

Welchen aber zürnte er vierzig Jahre? Nicht denen, welche gesündigt hatten, deren Leiber in der Wüste fielen? Welchen aber schwor er, daß sie nicht in seine Ruhe eingehen sollten, wenn nicht denen, die ungehorsam gewesen waren? Und wir sehen, daß sie wegen des Unglaubens nicht hineingehen konnten.” Das Volk Gottes konnte nicht in die von Gott vorgesehene Ruhe eingehen, weil sie ihn nicht vertrauten. Diese Menschen kannten Gott, sie hatten das Wissen aber sie wollten nicht. Heutzutage sind es Menschen, die die Bibel gelesen haben, sich aber entscheiden, bestimmten Teilen keine Beachtung zu schenken, sie außen vor zu lassen.

 

Kapitel 4, Vers 1: “Fürchten wir uns nun, daß nicht etwa - da die Verheißung, in seine Ruhe einzugehen, noch aussteht - jemand von euch als zurückgeblieben erscheint.” Hier spricht der Autor nicht mehr über das Volk Israel, das nicht zur Ruhe kam; hier spricht er zu Christen seiner Zeit und zu uns. Also geht es hier um eine andere Ruhe. Jesaja, Kapitel 14, Vers 3: “Und es wird geschehen, an dem Tag, an dem der Herr dir Ruhe verschafft von deiner Mühsal und deiner Unruhe und von dem harten Dienst, den man dir auferlegt hat, da wirst du dieses Spottlied anstimmen über den König von Babel und sagen: Wie hat aufgehört der Unterdrücker, aufgehört das Anstürmen! Zerbrochen hat der Herr den Stab der Gottlosen, den Herscherstab der Völker schlug im Grimm mit Schlägen ohne Unterlaß, Nationen unterjochte im Zorn mit Verfolgung ohne Schonung. Es ruht es rastet die ganze Erde. Man bricht in Jubel aus.” Hier wird eine zukünftige Ruhe beschrieben, die noch aussteht. Sie ist noch nicht erreicht. Über diese vor uns liegende Ruhe spricht der Schreiber des Hebräerbriefes. Hebräer, Kapitel 4, Vers 2: “Denn auch uns ist eine gute Botschaft verkündet worden, wie auch jenen; aber das gehörte Wort nützte jenen nicht, weil es bei denen, die es hörten, sich nicht mit dem Glauben verband.” Glauben hat immer etwas mit Entscheidung zu tun. Sich mit einer Sache intensiv beschäftigt haben, muß zwangsläufig zu einer Entscheidung führen. Damals entschieden sich die Menschen gegen Glauben und Gehorsam, wie entscheiden wir uns? Vers 3: “Wir gehen nämlich in die Ruhe ein als die, die geglaubt haben, wie er gesagt hat: “So schwor ich in meinem Zorn: Sie sollen nimmermehr in meine Ruhe eingehen!” obwohl die Werke von Grundlegung der Welt an geschaffen waren. Denn er hat irgendwo von dem siebten (Tag) so gesprochen: “Und Gott ruhte am siebten Tag von allen seinen Werken.” “An dieser Stelle erklärt der Autor, dass der Sabbat bis zum heutigen Tag nicht erfüllt wurde. Wer immer das Gesetz als abgeschafft erklärt, kann diesen Tag nicht mit abschaffen, weil er noch gar nicht erfüllt worden ist. Vers 5: “Und an dieser (Stelle) wiederum: “Sie sollen nimmermehr in meine Ruhe eingehen!” “Immer wieder kommt er auf die noch ausstehende Ruhe zu sprechen. Vers 6: “Weil es nun dabei bleibt, daß einige in sie eingehen und die, denen zuerst die gute Botschaft verkündigt worden ist, des Ungehorsams wegen nicht hineingegangen sind, bestimmt er wieder einen Tag: ein “Heute”, und sagt durch David nach so langer Zeit, wie vorhin gesagt worden ist: “Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet eure Herzen nicht!” Denn wenn Josua sie in die Ruhe gebracht hätte, würde er danach nicht von einem anderen Tag geredet haben.” Wenn Josua das Volk Israel in die Ruhe geführt hätte, würde keine Notwendigkeit bestehen, noch von einem Ruhetag zu sprechen. Vers 9: “Also bleibt noch eine Sabbatruhe dem Volk Gottes übrig. “Hier hat der Autor fast unbemerkt eine Veränderung vorgenommen. Hatte er vorher für Ruhe das griechische Wort “katapausis” verwandt, so ist er hier zu dem Wort “sabbatismos” gewechselt. Er stellt die Verbindung von einer noch vor uns liegenden Ruhe und dem wöchentlichen Sabbat her.

Jesaja spricht von dieser Ruhe in Kapitel 32, Vers 16: “Und das Recht wird in der Wüste wohnen und Gerechtigkeit im fruchtbaren Lande. Und der Gerechtigkeit Frucht wird Friede sein, und Ertrag der Gerechtigkeit wird ewige Stille und Sicherheit sein, daß mein Volk in friedlichen Auen wohnen wird, in sicheren Wohnungen und in stolzer Ruhe.” Christus will uns in diese Ruhe führen, dafür müssen wir “Heute” hören und uns entscheiden für oder gegen das Vertrauen und den Gehorsam in Gott, für oder gegen die jetzige und noch vor uns liegende Ruhe.

 

Hausgemeindetreff

Hans-Erwin Schotten

   

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