In Gottes Ruhe eingehen

                                                     von Hans-Erwin Schotten

 

                                      Betrachtungen zu Hebräer, Kapitel 3 und 4

 

In diesen beiden Kapiteln kommen drei Worte immer wieder vor, die für den  Schreiber des Briefes von großer Wichtigkeit waren. Es handelt sich um die Wörter “Heute”, “Unglaube” und “Ruhe”. Die Passage beginnt folgendermaßen in Kapitel 3, Vers 7: “Deshalb, wie der Heilige Geist spricht: “Heute”, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet eure Herzen nicht wie in der Erbitterung an dem Tag der Versuchung in der Wüste...” Der Schreiber des Hebräerbriefes beginnt den Abschnitt mit einem Rückblick auf Psalm 95, Vers 7: “Denn er ist unser Gott, und wir sind das Volk seiner Weide und die Herde seiner Hand. Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet eure Herzen nicht ...” Das “Heute” ist die zentrale Aussage in beiden Abschnitten. Beide Schreiber wollen uns darauf aufmerksam machen, dass es für jeden Menschen, der mit Gottes Wort konfrontiert wird, eine Gelegenheit gibt, nachzudenken. Dieser Zeitraum ist nicht unendlich lang aber es ist wie ein Spalt, der für einen geöffnet wurde und wir können hindurchschreiten oder vor der Tür stehenbleiben. “Heute” drückt aus, dass es keine unbegrenzte Möglichkeit für uns gibt, zu Gott umzukehren, die Sünden vergeben zu bekommen und von da an ein gottwohlgefälliges Leben zu führen.

 

Hebräer 3, Vers 9 “... wo eure Väter (mich) auf die Probe stellten, und sie sahen meine Werke vierzig Jahre. Deshalb zürnte ich diesem Geschlecht und sprach: Allezeit gehen sie irre mit dem Herzen. Sie aber haben meine Wege nicht erkannt. So schwor ich in meinem Zorn: Sie sollen nimmermehr in meine Ruhe eingehen!” Was meint Gott hier mit Ruhe? Gehen wir wieder zum Psalm 95, Vers 9: “... wo eure Väter mich versuchten, mich auf die Probe stellten, obwohl sie mein Werk gesehen hatten. Vierzig Jahre empfand ich Ekel vor (diesem) Geschlecht, und ich sprach: Ein Volk irrenden Herzens sind sie, und sie haben meine Wege nicht erkannt. Darum schwor ich in meinem Zorn: Sie sollen nicht in meine Ruhe eingehen.” Zurück geht diese Aussage auf eine Situation, die in 4. Mose 14, Vers 21 beschrieben wird: “Jedoch, so wahr ich lebe und von der Herrlichkeit des Herrn die ganze Erde erfüllt werden wird: alle die Männer, die meine Herrlichkeit und meine Zeichen gesehen haben, die ich in Ägypten und in der Wüste getan habe, und mich nun zehnmal geprüft und nicht gehört haben auf meine Stimme, werden das Land nicht sehen, das ich ihren Vätern zugeschworen habe! Alle, die mich verachtet haben, sollen es nicht sehen. Aber mein Knecht Kaleb - weil ein anderer Geist in ihm war und er mir völlig nachgefolgt ist -, ihn werde ich in das Land bringen, in das er hineingegangen ist; und seine Nachkommen sollen es besitzen.” Seitdem Gott sein Volk aus Ägypten gerufen hatte und sie durch viele Zeichen und Wunder aus der Hand des Pharaos befreit hatte, konnten die Israeliten kein Vertrauen zu ihm finden. Jedesmal, wenn Schwierigkeiten und Probleme auftraten, begannen sie wieder zu klagen und zu jammern und äußerten sogar den Wunsch, wieder nach Ägypten zurückzukehren. Gott wollte sie in das Land führen, das er Abraham versprochen hatte. Dort sollten sie Ruhe finden von Sklaverei, Unterdrückung und Manipulation. Freiheit sollten sie haben und Ruhe vor Feinden und Unterdrückern. Sie sollten ihr eigenes Land haben, mit Familie und Freunden feiern und einen Tag in der Woche die Arbeit niederlegen, die Füße hochlegen und sich ausruhen und ungestört mit ihrem Gott kommunizieren. Gott wollte ihnen Ruhe verschaffen und ein gutes Leben geben aber sein Volk rebellierte allein zehnmal auf dem Weg zu ihrer Ruhe und Gott entschloß sich aufgrund ihres Unglaubens, ihnen diese Ruhe nicht zu geben. Hebräer 3, Vers 12:” Seht zu, Brüder, daß nicht etwa in jemandem von euch ein böses Herz des Unglaubens sei im Abfall vom lebendigen Gott ...” Neben dem “Heute” taucht hier das zweite Wort auf: “Unglaube”. Dieses Wort meint nicht Schwachheit im Glauben oder Ignoranz, es basiert auf Sturheit und Entscheidung, ein Nichtwollen, eine Ablehnung, überzeugt zu werden, ein Nichteingehen auf das gesamte Wort Gottes. Vers 13 “... sondern ermuntert einander jeden Tag, solange es “heute” heißt, damit niemand von euch verhärtet werde durch Betrug der Sünde. Denn wir sind Teilhaber des Christus geworden, wenn wir die anfängliche Zuversicht bis zum Ende

   

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